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Publizistisches Urgestein der EKHN sagt ade

17.04.2015 - 0 Kommentare

 

Wiesbaden. Dr. Roger Töpelmann gilt als das „Publizistische Urgestein der EKHN". Die Botschaft ist als Pfarrer als auch als Pressesprecher seine Aufgabe. „Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht …", diese Worte aus der Apostelgeschichte, sind so etwas wie sein Leitmotiv. Weniger stand er auf der Kanzel, umso mehr saß er auf der Pressebank und waltete seines Amtes.

 

 

 

In der Marktkirche in Wiesbaden wurde er in einem Gottesdienst unter Ehrungen mit Gäs-
ten aus Kirche und Gesellschaft in den Ruhestand verabschiedet. Über 25 Jahre lang prägte Töpelmann das publizistische Verhältnis der Propstei Süd-Nassau und des Evangelischen Dekanates Wiesbaden zu den Medien. Zuvor war er Pfarrer in verschiedenen Frankfurter Kirchengemeinden. Neben seiner pfarramtlichen Tätigkeit arbeitete Töpelmann im damaligen „Presseverband Hessen-Nassau" und im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik.

 

Nach Bonhoeffers Lehre: Kirche muss immer Kirche für andere sein, sieht er seine Position und „ohne Furcht mit Freude", galt für den aufgeschlossenen Kirchenmann und seinen Auftrag.

 

Propst Oliver Albrecht, Dekan Dr. Martin Mencke, EKHN-Pressesprecher Stephan Krebs und Heike Gundlich vom Evangelischen Dekanat Wiesbaden sprachen die Segensworte zur Entpflichtung von Töpelmann.

 

Zum letzten Mal predigend von der Kanzel aus, blickte dieser zurück auf zahlreiche Amtseinführungen, Verabschiedungen, große, überregional beachtete Gottesdienste, auf Veranstaltungen wie die Nacht der Kirchen, Kinderkirchentage, Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen, PR-Aktionen in Sachen evangelische Kirche sowie Kirchenmusik und Ökumene, die ihm besonders am Herzen lagen.

 

Journalisten bezeichnete er als eine Klasse Menschen für sich und verglich sie mit einem Mönchs- oder Schwestern-
orden, deren Aufgabe es ist, die Wahrheit zu schreiben und zu verbreiten.

 

Ganz ruhig wird der Ruhestand wohl zunächst nicht werden. Roger Töpelmann wird der Medienarbeit verbunden bleiben. Mit seiner Frau Anke ist er bereits nach Berlin umgezogen. Ab April wird er als Pressesprecher von EKD-Militärbischof Dr. Sigurd Rink – den ehemaligen süd-nassauischen Propst – eine neue Aufgabe übernehmen.

 

 

Heike Knauff-Oliver

 

 

 

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