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Ein Zeichen setzen für Frieden und Toleranz

13.03.2015 - 0 Kommentare

 

Dillenburg. Schweigen kann mitunter mehr sagen als 1000 Worte. Etwa 80 Besucher versammelten sich kürzlich auf dem Dillenburger Wilhelmsplatz. Sie schwiegen für den Frieden. Mit angezündeten Kerzen verharrten sie auf dem Platz in der Stadtmitte. Außer den Motoren der vorbeifahrenden Autos, den Schritten der Passanten und dem Zwitschern der Vögel war kaum etwas zu hören. Ein Feuer in der Mitte knisterte leise und spendete Wärme. Menschen aus unterschiedlichen Generationen, Konfessionen und Kulturen wollten mit dieser Friedensdemonstration ein Zeichen setzen – für Frieden und Toleranz, gegen Krieg und Fremdenhass.

 

 

 

Maria Horsel, Gemeindereferentin der katholischen Pfarrei Herz Jesu Dillenburg, begrüßte alle: „Wir wollen gemeinsam schweigen, gemeinsam fragen und gemeinsam ein Zeichen für den Frieden setzen." Die Kerzen zierte eine Friedenstaube. Diese Symbole der Friedenshoffnung nahmen die Teilnehmer mit nach Hause und trugen die Hoffnung auf Frieden weiter.

 

Stefan Peter, priesterlicher Leiter der katholischen Pfarrei, erklärte, auf dem Wilhelms-platz solle jenes Schweigen herrschen, das Räume öffne. Stille werde heute überall gesucht, sie fehle aber. Dennoch gebe es Orte der Stille, und wer sie finde, erlebe echte Oasen. Schweigen und Stille könnten Menschen verbinden, über (Sprach-)Grenzen und Konfessionen hinweg. Er wünschte sich, dass die Friedensdemonstration unter dem Titel „Schweigen für den Frieden" ein kleiner Beitrag sei gegen die aufpeitschenden Wogen in der Welt und für einen respektvollen Umgang.

 

Friedhelm Ackva, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Dillenburg, fand es positiv, dass es in diesem Jahr bereits drei Veranstaltungen für ein friedliches Miteinander gegeben habe. Bereits Ende Januar fand eine gut besuchte Demonstration „Buntes Dillenburg" statt. Eine Woche zuvor feierten Menschen vieler Nationalitäten zusammen ein Begegnungsfest in der Stadthalle.

 

„Zusammen beten, schweigen und feiern gehört zueinander", sagte Ackva. Die bunten Farben des Regenbogens, dem Symbol der Hoffnung, sollten sich auch in der Gesellschaft widerspiegeln. Es gelte, Verknüpfungspunkte zu finden und stärker zusammen zu wachsen.

 

 

Ute Jung

 

 

 

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