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Große Demo für weltoffenes Kassel

05.02.2015 - 0 Kommentare

 

Kassel (bg). „Willkommen" war auf vielen bunten Plakaten in den verschiedensten Sprachen zu lesen bei einer großen Demonstration für ein weltoffenes Kassel. Ein breites Bündnis aus unterschiedlichen religiösen und politischen Organisationen hatte für Montag dazu aufgerufen. Mehr als 2000 Menschen setzten vor dem Kasseler Rathaus ein Zeichen gegen die Kundgebungen der Gruppierung „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Kagida).

 

 

 

Zu den Rednern bei der Kundgebung gehörten neben Oberbürgermeister Bertram Hilgen und der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) auch Vertreter der religiösen Gemeinschaften. Stadtdekanin Barbara Heinrich, die für die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und den Rat der Religionen sprach, betonte, dass sich alle Religionen von Intoleranz und Rassismus distanzierten. „Wir lassen es nicht zu, dass gegen Menschen, die hier Hilfe und Schutz suchen, Stimmung gemacht wird", führte sie aus. Keine der im Rat der Religionen vertretenen Gemeinschaften halte Gewalttaten mit ihren Überzeugungen vereinbar.

 

Als Reaktion auf die Kund-
gebung hatte die islamfeindliche Bewegung „Kagida" ihre montäglichen Demonstration auf den Sonntagabend verlegt, bei der 60 Kagida-Anhänger auf 170 Gegendemonstranten gestoßen waren.

 

 

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