
Jugendkirchentag mit 200 Veranstaltungen
Mainz/Frankfurt a.M. (epd). Ein umfangreiches Programm mit mehr als 200 Einzelveranstaltungen erwartet vom 3. bis 6. Juni die Teilnehmer des fünften Jugendkirchentags der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). „Wir rechnen mit knapp 5000 Teilnehmern“, sagte Projektleiter Peter Roth bei der Vorstellung des Programmhefts. Gottesdienste, Workshops, Musik und Sportangebote richten sich an 13- bis 18-Jährige.
Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto „Denk mal ... Jetzt!“ und richten sich teilweise speziell an Konfirmandengruppen, teils auch an ältere Jugendliche über 16 Jahre. Alle Veranstaltungsorte können zu Fuß erreicht werden, da das Kirchentagsgelände auf einen Teil der Mainzer Innenstadt zwischen der Christuskirche und dem rheinlandpfälzischen Landtag konzentriert ist. In den umliegenden Schulen werden für Dauergäste 3.000 Übernachtungsplätze bereitgehalten.
Am ersten Abend des Jugendkirchentags ist nach einem Gottesdienst ein musikalisches „Eröffnungsspektakel“ geplant. An den kommenden Tagen bietet ein Ausflugsboot als „Konfi-traumschiff“ Spritztouren auf dem Rhein, rheinland-pfälzische Politiker stellen sich Diskussionen mit Jugendlichen. Interessierte können ihre eigene „perfekte Religion“ gründen und von ihren Freunden bewerten lassen, Liebesgedichte schreiben und sich beim Freitagsgebet in einer Mainzer Moschee über den Islam informieren. Mehrere Veranstaltungen dienen auch der Vorbereitung des Abschlussgottesdienstes am 6. Juni. So werden bei einem Gospelworkshop die Lieder dafür eingeübt.
Mit dem Jugendkirchentag solle deutlich gemacht werden, dass auch junge Leute ihren Platz in der Kirche hätten, sagte Martina Klein, die Leiterin des Zentrums Bildung der EKHN: „Wir wollen zeigen, dass Kirche Spaß macht.“ Allerdings rechne niemand damit, dass die Teilnehmer künftig jeden Sonntag um 10 Uhr den Gemeindegottesdienst besuchten. Die Erfahrungen, die junge Leute auf den Jugendkirchentagen machen können, hätten zweifellos Nachwirkungen, sagte Klein. „Die kann man aber nicht messen.“
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