
Abschied mit Musik
Frankenberg. Mit großer Herzlichkeit, vielen Kinderstimmen und fröhlichem Gesang, abgestimmt auf den Sonntag Kantate, verabschiedete der evangelische Kirchenkreis Frankenberg Dekanin Ute Zöllner. Sie hat zum 1. Mai in Kassel die Leitung der Psychologischen Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen übernommen.
Propst Helmut Wöllenstein bedankte sich im Festgottesdienst in der Liebfrauenkirche bei der scheidenden Theologin für ihre „Verkündigung, zeitnah und sorgfältig vorbereitet in einer frischen Sprache, für Andachten, bei denen man ihr Herz schlagen hörte“, aber auch für alle ihre Versuche, auf den schwierigen Arbeitsfeldern des Kirchenkreises unterschiedliche Interessen zum Ausgleich zu bringen. Er nannte als Beispiele die Zusammenlegung der vier Kirchenkreisämter in Waldeck-Frankenberg zu einem Amt in Korbach, die Bildung neuer Gesamtgemeinden und die Tatsache, dass ein Drittel aller Pfarrstellen im Kirchenkreis Frankenberg während ihrer Amtszeit neu besetzt worden seien.
Die Kantorei der Liebfrauenkirche unter Leitung von Kantor Marc Neufeld, der junge Chor Da Capo mit Johanna Tripp, Kreiskantorin Irene Tripp als Solistin sowie Kinder der Kindertagesstätten wirkten bei der Gestaltung des Gottesdienstes mit. Spontan dankten am Ende auch der Vorsteher der türkischen Gemeinde Frankenberg, Ali Korkmaz, und der Imam Tayyip Kocer der Dekanin mit einem Blumengebinde für die gute christlich-islamische Zusammenarbeit.
Bei dem anschließenden Empfang hob Pfarrer Horst Schiffner in seiner Würdigung im Namen des Gesamtverbandes der Frankenberger Kirchengemeinden gerade das Engagement der Dekanin im Bereich der Kindertagesstätten hervor. Pfarrerin Caroline Miesner unterstrich, dass Dekanin Zöllner bei allen Problemen der Umstrukturierung um Konsenslösungen bemüht gewesen sei und dabei immer wieder theologische und soziale Themen in den Fokus gerückt habe. Dank für die Arbeit der Dekanin auf diesen vorgefundenen „Baustellen“ gab es auch von Pfarrerin Eva Brinkel-Kriebe (Haina/Kloster) im Namen des Kirchenkreisvorstandes.
Karl-Hermann Völker


