
Zinzendorfhaus wird "Ostergarten"
Dillenburg-Frohnhausen (hjb). Seit einigen Tagen ist das Zinzendorf-Haus für Gruppen und Kreise gesperrt. Frauenkreis, Bibelkreis und die Konfirmanden treffen sich nun im „Haus der Begegnung“ neben der Kirche. „Handwerker“ haben das Evangelische Gemeindehaus an der Erlenstraße in Beschlag genommen. Es riecht nach Farbe und frischem Holz. Eine Kreissäge steht bereit, es wird gehämmert und gebohrt. Dachlatten und Bodenplatten dominieren das Bild. In allen Räumen wird gewerkelt: Grund für den „Umbau“ ist der „Ostergarten“.
Das Stadttor von Jerusalem steht schon und die schma-
le Altstadt-Gasse lässt erahnen, was in den anderen Räumen noch entstehen wird. Auf 250 Quadratmetern Grundfläche werden bald zehn Erlebnis-Räume die biblische Oster-Geschichte erzählen – vom Passah-Fest bis zur Auferstehung Jesu. „Wir möchten vom 19. März bis 7. April Menschen einladen, Ostern einmal anders zu erfahren“, sagt Angelika Bretthauer vom Vorbereitungskreis, „gemeinsam machen wir uns dann mit den Besucher-Gruppen auf den Weg, um die Ostergeschichte mit allen Sinnen zu erleben.“
Pfarrer Wolfgang vom Dahl ist vom Engagement und der Kreativität der Gemeindeglieder begeistert, etwa 80 bis 90 Menschen engagieren sich für den „Ostergarten“. „Dieses Projekt schweißt uns zusammen“, sagt Niels Tödter. Er freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den anderen Gemeindegliedern und den Mitgliedern aus dem CVJM Frohnhausen. Schnell haben sich mehrere Teams gebildet, die die jeweiligen Stationen und Räume gestalten. Darüber hinaus engagieren sich einzelne Gemeindeglieder handwerklich. Jürgen Becker hat den Esel aus einem Mörteleimer gestaltet, Wahre Kunstwerke hat Roland Pleyer, der 79-jährige Malermeister, geschaffen. Der Ruheständler hat Bilder auf einer Gesamtfläche von 75 Quadratmeter gemalt. Vor genau einem Jahr hat er damit begonnen.
Der Rundgang durch den „Ostergarten“ wird etwa eine Stunde dauern und nicht am Kreuz und der Grablegung Jesu enden, betont Angelika Bretthauer. Ganz im Gegenteil: Der Weg führt die Besucher über die Auferstehung Jesu zurück ins Leben. Zum Konzept gehören auch ein Begegnungscafé und Räume der Stille. Es werden Gebetsanliegen gesammelt und an die Gemeindeglieder weitergeleitet, die das Projekt im Gebet mit begleiten werden. „Zählt man diese Ehrenamtlichen dazu, sind weit mehr als einhundert Menschen für den Ostergarten aktiv“, schätzt Angelika Bretthauer.


