
Das Kreuz wird getragen
Bad Soden (red). Die Passionszeit neu erfahrbar machen – dieser Gedanke liegt der Sodener Passion zugrunde. Im Zentrum der diesjährigen Sodener Passion standen sechs von Sodener Künstlern gestaltete Passionsbilder. Ein weiteres hat eine Schülergruppe der Mendelssohn-Bartholdy-Schule gestaltet. Die Bilder wurden im Verlauf der Passionszeit nacheinander vorgestellt und schließlich zu einer Art Gesamtkunstwerk, dem Sodener Passionsbild, zusammenfügt.
Von Woche zu Woche zogen die Teilnehmer mit dem Passionskreuz an einen anderen Ort der Stadt: Sie trugen die Botschaft vom Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi durch Bad Soden. An jeder Station wurde ein weiteres Bild präsentiert. Es illustriert jeweils einen Evangeliumstext – von der Versuchung Jesu bis zu seiner Passion. Die Texte sind ökumenisch ausgewählt und sie liegen auch den Predigten in den katholischen und evangelischen Sonntagsgottesdiensten zugrunde.
Bis Pfingsten wird das Kunstwerk in den Bad Sodener Main-Taunus-Kliniken gezeigt. Das Schülerbild zeigt die letzten Stationen der Passion Jesu, die anderen Bilder Sodener Künstler Szenen der Passion von der Versuchung Jesu über die Verklärung bis zum Einzug in Jerusalem.
Über sechs Wochen wurde ein zwei Meter großes hölzernes Passionskreuz jeweils am Samstag durch die Stadt getragen und dann jeweils an einem öffentlichen Ort wie in der Schule, im Pflegeheim oder auch einer Straßenwirtschaft für die kommende Woche aufgestellt und ein weiteres Kunstwerk gezeigt. Mit dem öffentlichen Tragen des Kreuzes will die Sodener Passion die Passionszeit neu erfahrbar machen, wie Organisator Pfarrer Achim Reis erklärt. In der Betrachtung des Kreuzes Christi könnten die eigenen Kreuze wahrgenommen werden.
Schon seit mehreren Jahren versuchen die evangelische Kirchengemeinde zusammen mit der katholischen Schwestergemeinde und der Evangelischen Famlilienbildung das Kreuz sichtbar zu machen und lebendig zu gestalten. „Wir geben es an Orte wo es neu wahrgenommen wird“, sagt Cornelia Zimmermann-Müller, die Leiterin der Familienbildung.
Einen Überblick über die Sodener Passion sowie alle Kunstwerke und die Bilder zeigt die Internetseite www.sodener-passion.de


