Kriegsdienstverweigerungs-Recht: ein hohes Gut

25.05.2011 - 0 Kommentare

Zum Artikel "Vom Strafbataillon an der Sozialfront zum Lerndienst" in Ausgabe Nr. 18

Abgesehen von der Überschrift halte ich den Artikel für ausgezeichnet. Es gibt viele Ansichten von Wohlfahrsverbänden und Meinungen von Privatpersonen über Kriegsdienstverweigerer wieder.

Aber der Ausdruck "Kriegsdienst" und noch dazu die Überschrift "Strafbataillon" kann dem Leser suggerieren, dass hier Ansichten der Bundeswehr vertreten werden. Das ist ganz und gar nicht der Fall. Ich war z.B. November 1955 einer der ersten wieder eingestellten Offiziere und hörte in einem Einführungsvortrag vom "Chefideologen" Oberst Graf Bindissin, über das Kriegsdienstverweigerungs-Recht: Wenn das Gewissen eines jungen Mannes es nciht zulässt zur Waffe zu greifen, und er auch bei unmittelbarer Gefahr für seine eigene Familie die Verteidigung anderen überlässt, dann wahrt er sein gutes Recht. Er hat allerdings vor einer Kommission seine Einstellung überzeugend zu vertreten.

Gerhard Hasenkamp, Kassel

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