Leserbrief zur Berichterstattung über Christenverfolgung

17.05.2011 - 0 Kommentare

mit großen Interesse verfolge ich im KSB die Berichterstattung über die Christenverfolgungen und natürlich auch Ihren Kommentar zum Thema: Wie müssen Christen in islamischen Ländern leben (Dhimmi).

Ich habe oft die Beobachtung gemacht, dass in Gesprächen , Talkshows etc.zu diesen Themen immer wieder abgeblockt wird mit dem Todschlagargument: Was sich Kirche in der Mission erlaubt hat, da müsst ihr ganz ruhig sein. Dabei wird aber vergessen, dass die Verbreitungsgeschichte des Islam z. B. im 7.

Jahrhundert nicht gerade von Verständnis für Christen gekennzeichnet war, um es nicht kontrovers zu sagen. Deswegen wäre es m. E. sehr hilfreich, wenn das Sonntagsblatt sich einerseits der Themata Verbreitung des Islam und der Missionsgeschichte der Kirche annehmen könnte, um den Lesern weitergehende Informationen zu geben.

?

Ein anderes Thema liegt mir noch am Herzen. Sie monierten die Umstände des

Einführungsgottesdienstes der diesjährigen 15 Prädikanten in Marburg. Als

einer der dienstältesten Prädikanten unserer Landeskirche kann ich mich des

Eindrucks erwehren, dass vielen Pfarrer und Pfarrerinen noch heute gar nicht

bewusst ist, dass es diese Art der Verkündigung gibt. Und wenn, dann eher

als Lückenbüßer für Vertretungen denn als Laienverkündigung. Und daraus

resultiert für mich letzten Endes so ein Gottesdienst wie in Marburg.

Die Feier zum 40. Jahrestag des Prädikantengesetzes fand an einem

Freitagabend in Hofgeismar statt. Zeitlich und lokal sehr zentral gelegen

für die Personen, die nicht gerade um Kassel herum leben. Aber auch im

Sonntagsblatt habe ich über diesen Jahrestag nichts gelesen. Vielleicht habe

ich es übersehen.

Werden den angehenden Geistlichen im Predigerseminar mit nicht

pfarramtlichen Formen der Verkündigung durch Prädikanten und Lektoren

bekannt gemacht?

Bleiben Sie weiterhin mit dem Sonntagsblatt kritisch und nehmen sie Themata

auf, die man sonst niergendswo anders lesen kann.

Dr. Böhme, Korbach

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