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Gemeinsam nach Gottes Kraft

12.08.2010 - 1 Kommentare

Bad Nauheim (red). Karin und Torolv Koch  sind beide Mitte vierzig, vor drei Jahren haben sie auf dem Standesamt in Fürth im Odenwald geheiratet.  Doch eine „richtige kirchliche Trauung“ hatte es nicht gegeben, und je länger sie verheiratet waren, desto mehr war für beide klar, dass sie das nachholen wollten. Im Frühjahr las Karin von der Möglichkeit, sich für eine Trauung in der LichtKirche zu bewerben. „Ich habe dafür gebetet, dass wir gewinnen“, sagt Karin Koch schüchtern. Das Beten hat geholfen: Unter 14 Bewerbungen wurde das Paar Ende März in der LichtKirche ausgelost.
Der 7. August wurde dann wirklich ein großer Tag für die beiden Odenwälder, die eigentlich gar nicht nach Publicity streben. Vorsichtig stieg  die Braut aus dem langgestreckten Rolls Royce, in dem sie vom Hotel abgeholt wurden. Die Luxusfahrt war ein Geschenk, ebenso wie die Übernachtung.
Ursprünglich wollten es die Kochs ganz klein halten, doch am Samstag nimmt das Staunen kein Ende, wie viele Freunde und Bekannte aus dem Odenwald gekommen sind. Dazu gesellten sich zahlreiche Besucher der Landesgartenschau. Als sie zu Beginn des Gottesdienstes  „Lobe den Herren“ anstimmen, ist es ein mächtiger Chor. Das „Ja“ vor dem Traualtar ist eben doch etwas anderes, als das „Ja“ vor dem Standesamt.
So sieht es auch Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, der gemeinsam mit Landesgartenschaupfarrerin Anja Schwier die Trauung vollzog. „Die kirchliche Trauung bringt etwas von dem feierlichen und geistlichen Ernst zum Ausdruck, den viele Paare bei ihrer Hochzeit empfinden.“ Mit dieser besonderen Trauung auf der Landesgartenschau möchte die Evangelische Kirche mehr Paare ermutigen, „diese schöne Erfahrung in der Kirche zu machen“.
Schmunzelnd erzählte Jung von der ersten Begegnung des Paares, als Torolv Koch in der Einrichtung erschien, in der Karin als Köchin arbeitete. Einen Topf mit Essen hat sie ihm mitgegeben – „nicht weil er so verhungert aussah, sondern damit er wiederkommt.“ Doch Jung sprach auch über die Tage, an denen die Liebe nicht rosarot erscheint. Es sei wichtig, zu spüren, wo der andere verletzlich sei, Unterschiedlichkeiten zu akzeptieren und dann zu entdecken: „Gerade darin ergänzen wir uns und können füreinander da sein.“ Beim Ja-Wort „Ich will mit dir lachen und weinen, ich will immer bei dir bleiben.“ küssten sich gerührt mehrere Paare in den hinteren Reihen.
Der Gottesdienst endete mit „Geh aus mein Herz und suche Freud“. In der Dämmerung entfaltete sich das leuchtende Farbenspiel der LichtKirche, das an diesem letzten Abend der Lichterwoche auf dem Goldsteinpark besonders viele Menschen anzog. Während um elf Uhr viele Besucher zum Feuerwerk am Turm pilgerten, genoss das Brautpaar stille Momente mit Freunden und Verwandten im bunten Schein der LichtKirche.

Kommentare

Karin und Torolv Koch, 64658 Fürth/Odw. am 24.08.2010 - 22:50:20

Ihr Beitrag in Ihrer Zeitung "Kasseler Sonntagsblatt" hat uns außerordentlich gut gefallen. Dies ist ja auch kein Wunder, denn wir sind das Brautpaar, Karin und Torolv Koch aus Fürth im Odenwald. Diese Trauung war so wunderbar, man kann es mit Worten kaum ausdrücken. Wir waren eine Woche danach noch wie benommen, dies alles zu verarbeiten. Ganz herzlichen Dank möchten wir an dieser Stelle allen irgendwie beteiligten Personen sagen, die in welcher Weise auch immer an dieser, unserer Trauung mitgewirkt haben. Allen Paaren können wir nur zu dieser Entscheidung raten, sich kirchlich trauen zu lassen und diese wunderbare Erfahrung zu machen, welches ein ganz festes Fundament in unserer Ehe sein wird. Mit ganz herzlichem Dank und freundlichen Grüßen aus dem Odenwald Karin und Torolv Koch

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